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Vorwort von Alf Poier
Das Vorwort für das Zen Running Buch wurde von Alf Poier geschrieben. |
Ein Buch über Zen-Running zu schreiben finde ich schon alleine deshalb idiotisch, weil erstens jeder Idiot weiß wie man läuft - dazu braucht man kein Buch - und zweitens, weil das ZEN niemals schriftlich erfasst, bzw. vermittelt werden kann. Nun könnte man fragen, warum man dieses Buch trotzdem lesen sollte. Darauf gibt es nur eine Antwort – man sollte dieses Buch nicht trotzdem lesen – sondern gerade deshalb! Hinter unserem alltäglichen Dahinvegetieren scheint es etwas zu geben, das nicht in Worten beschrieben und in Begriffen erfasst werden kann. Etwas, das keinen Namen und kein Gewicht hat. Etwas, das weder ein Oben noch ein Unten kennt. Etwas, das einen Haufen Mist nicht von einem Klumpen Gold unterscheidet. Etwas, das unser kleindenkerisches Alltagsbewusstsein übersteigt und uns in einen größeren Raum überfließen lässt. Vom ICH zum ES – Befreiung!
Was aber hat das alles mit dem Laufen zu tun? Genau genommen hat es mit dem Laufen genau so viel zu tun wie ein Pfund Flachs mit einem russischen Atom-U-Boot. - Nämlich nicht nichts - sondern alles. In „Wirklichkeit“ gibt es gar keine Trennung zwischen U-Booten, Flachspfunden, Osterhasen und sonstigen Geistesfäkalien. - Alles ist Eins. Jede Trennung ist nur eine Illusion unseres Geistes. So wie auch das Gefühl, ein von der Ganzheit abgespaltenes Ich zu sein, nur eine Illusion ist. Eine Illusion, die uns glauben macht ein Einzelwesen im Kampf gegen den Rest der Welt zu sein. Um diese scheinbare Trennung zwischen Ich und dem Rest der Welt wieder herzustellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Meditation, Yoga, Bogenschießen, Tee trinken, Nüsse züchten und LAUFEN. Nicht auf das, was man tut kommt es an - sondern darauf, wie man es tut. Jeder Mensch ist eine eigenständige Persönlichkeit, und für jeden gibt es eine bestmögliche Möglichkeit die verloren geglaubte Einheit wieder zu erlangen.
 
 Autor: Alf Poier | 2008-07-18 |12496|2386|2386

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